Balancierseil für besseres Gleichgewichtsgefühl

Mit einem Balancierseil kann man das das sensormotorische System eines Sportlers nicht nur in aufrechter Position trainieren. So kann man mit einem Balancierseil (Slackline), das sich beim Balancieren nach unten dehnt, verschiedene Positionen einnehmen, mit denen man die Fähigkeit zum Halten des Gleichgewichts aufs äußerste herausfordern kann. Viele Spitzensportler, speziell jene aus dem Wintersportbereich, trainieren heutzutage sehr häufig auf dem Balancierseil. Dies ist der sehr ähnlichen Ausgleichsbewegung geschuldet, die beispielsweise das Skifahren mit dem Slacklining gemeinsam hat.

Ein sehr großer Vorteil des Trainings auf dem Balancierseil im Vergleich mit anderen Trainingsgeräten ist die Tatsache, dass man die Sensormotorik immer an der individuellen Leistungsgrenze trainieren kann. Schließlich lassen sich die Länge und damit der Durchhang der Slackline unkompliziert und bequem verstellen, so dass man immer andere Trainingsvoraussetzungen imitieren kann. Auch dass das Balancieren auf der Slackline den Sportlern mehr Freude bereitet als das herkömmliche Gleichgewichtstraining, ist ein weiterer Pluspunkt für das Üben auf dem Balancierseil. Außerdem kann das Training auf dem Balancierseil auch nach Verletzungen in die Rehabilitation integriert werden, zudem lässt es sich auch nachhaltiger in die Übungseinheiten einbauen, da es den Protagonisten wie gesagt mehr Spaß bereitet.

Man fixiert das Balancierseil an zwei Fixpunkten, dies können beispielsweise Bohrhaken, Felsen, Geländer oder Bäume sein. Wichtig ist, dass man beim Benutzen von Bäumen als Fixpunkte darauf achtet, dass man die Rinde der Bäume schützt. Dazu können spezielle Kambiumschoner, Autofußmatten oder alte Teppiche benutzt werden. Diese legt man dann zwischen den Teil der Befestigung der Slackline, der um den Baum gebunden ist und die Wände.

Das Üben auf dem Balancierseil unterscheidet sich auch vom Balancieren auf einem Hoch- oder Tanzseil. Solch ein Hochseil ist schließlich ganz straff gespannt und bewegt sich kaum. Die Slackline jedoch biegt sich unter dem Gewicht des Sportlers nach unten, somit handelt es sich um ein sehr dynamisches Balancierseil, dass ein stetiges aktives Ausgleichen seiner Eigenbewegung erfordert.

Sportler, die auf dem Balancierseil trainieren, werden in Koordination, Konzentration und Balance geschult. Deshalb ist das Training auf dem Balancierseil auch hervorragend geeignet, um sich für das Snowboarden, das Longboarding, das Voltigieren, das Reiten, verschiedene Kampfsportarten, das Skifahrerin und das Klettern entsprechend zu präparieren. Schließlich sind all dies Sportarten, für die man ein gutes Gleichgewichtsgefühl benötigt. Und dies kann optimal mit dem Balancierseil trainiert werden. Deshalb findet sich das Balancierseil auch immer öfter im Vereinsequipment.